Ein Fluss voller Eistrümmer, im Hintergrund eine Brücke, Schwarz-Weiß-Fotografie; Quelle: Staatsarchiv Bremen

Die Geschichte Bremens

Die Ursprünge

Die Geschichte der Stadt Bremen geht bis auf das Jahr 782, in dem Bremen zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird, zurück. Bereits in den darauffolgenden Jahren wird Bremen Sitz des Bischofs und Erzbischofs.

 

Marktprivilegien

Im Jahr 888 werden Bremen dann vom ostfränkischen König Arnulf erste Marktprivilegien verliehen. Bremen erhält damit ein Markt-, Münz- und Zollrecht. 

Dörfer an der Weser

1091 wird das Gebiet Wurtendorf Weddewarden und 1139 Geestendorf und Wulsdorf urkundlich erwähnt. Alle Gebiete zählen zum heutigen Stadtgebiet von Bremerhaven.

Barbarossa-Urkunde

Mit dem Gelnhauser Privileg (auch Barbarossa-Urkunde genannt) werden den Bremer Bürgerinnen/Bürgern 1186 von Kaiser Friedrich I. erste Freiheitsrechte verliehen. Demnach ist eine Person, die sich ganzjährig in der Stadt aufhält, nicht länger Untertanin/Untertan eines Landesherren außer des bremischen und damit frei.

Lehe wird Marktort

Im Jahr 1275 wird Lehe Marktort mit minderstädtischen Rechten, sodass erste Pläne zur Errichtungen einer Handelsstadt an der Geeste entstehen.

Bremen wird Mitglied der Hanse

Der Beitritt lässt den Handel und die Wirtschaft in Bremen florieren und Bremen zu einem wichtigen Handelszentrum aufsteigen.

 

Stadtrecht und Hanse

1303 wird das erste Bremer Stadtrecht, die "Statuten", gesichert. Im Jahr 1358 wird Bremen Mitglied der Hanse.

Städtische Verfassung

1433 wird in Bremen mit der Eintracht die erste städtische Verfassung verabschiedet. 

Linzer Diplom

Um 1649 wird Bremen von Kaiser Ferdinand II. das "Linzer Diplom" verliehen, welches Bremen zu einer unmittelbar freien Reichsstadt erhebt.

Wandel an der Geeste

Die Geestemündung fällt 1648 mitsamt des Erzbistums Bremen zunächst unter die schwedische Krone, die 1672 die kurzlebige Festung Carlsburg lässt. 1719 wird die Geestemündung nach dänischer Besetzung an das Königreich Hannover übergeben.

Freie Hansestadt Bremen

Nach der Auflösung des Deutschen Reiches wird Bremen selbstständiger und souveräner Freistaat und damit Freie Hansestadt Bremen.

 

Stader Vergleich

Im "Stader Vergleich" wird Bremen 1741 die volle Landeshoheit zugesprochen.

Freistaat

Nach der Auflösung des Deutschen Reiches wird Bremen 1806 selbstständiger und souveräner Freistaat und damit Freie Hansestadt Bremen.

Deutscher Bund

Seit 1815 ist Bremen souveränes Mitglied im Deutschen Bund.

Hafengründung

Mit dem Ende der Napoleonischen Kriege setzt an der Geestemündung eine neue Phase der Stadt- und Hafengründung ein, wonach zwischen 1819 und 1821 ein hannoverscher Nothafen eingerichtet wird.

Übersandung

Da der Hafen der Stadt Bremen durch die Übersandung der Weser zunehmend abgeschnitten wird, bedarf es unbedingt eines Hafens an der Mündung der Weser in die Nordsee. Bremen sieht dazu vor einen Vorhafen, den Bremer Hafen, auf dem ehemaligen Gebiet der Carlsburg aufzubauen.

Bremerhaven wird gegründet

Im Jahr 1827 wird dort die heutige Stadt Bremerhaven gegründet, die vom hannoverschen in den bremischen Besitz übergeht. Es werden erste Strukturen des Landes Bremen geschaffen. 

Aufstieg Bremerhavens

Durch den Handel mit Amerika und die Massenauswanderung erfährt Bremerhaven einen Aufschwung. Es entstehen zunehmend städtische Strukturen, die 1851 zu stadtähnlichen Rechten Bremerhavens führen.

Transatlantik

Bremerhaven steigt mit dem transatlantischen Passagierverkehr und der Zusammenarbeit mit dem Norddeutschen Lloyd zu einem wichtigen Passagierschiffhafen auf.

Deutsches Reich

Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 tritt die Freie Hansestadt Bremen dem Bundesstaat bei und erhält eine Stimme im Bundesrat.

Verfassung und erste Bürgerschaft

1920 tritt eine neue bremische Verfassung in Kraft. Diese wurde von der Nationalversammlung erarbeitet. Sie beruft zum ersten Mal eine Bürgerschaft ein.

Vor den Toren Bremerhavens

In den 1920er-Jahren vereinen sich Geestemünde und Lehe zur Stadt Wesermünde.

Der Zweite Weltkrieg und der Neubeginn

Während des Zweiten Weltkrieges werden weite Teile des Bremer Stadt- und Hafengebietes zerstört. Nach Ende des Krieges werden Bremen und Wesermünde durch alliierte Truppen besetzt, zunächst Teil der britischen Besatzungszone und später ein Bundesland in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Gleichschaltung

Nach den Reichstagswahlen und der Machtübernahme Adolf Hitlers wird 1933 der Bremer Senat zum Rücktritt gezwungen und die Bürgerschaft aufgelöst. Dadurch, dass der oldenburgische Ministerpräsident zum Reichsstatthalter in Oldenburg und Bremen ernannt wurde, verlor Bremen im Mai 1933 seine Selbstständigkeit.

Bremerhaven-Wesermünde

1939 wird Bremerhaven in die Stadt Wesermünde eingegliedert.

Gründung des Bundeslandes

1947 wird Wesermünde schließlich in Bremerhaven umbenannt. Im selben Jahr wird Bremen, bestehend aus den Städten Bremen und Bremerhaven, selbstständiges Land in der amerikanischen Besatzungszone.

Landesverfassung

Im Jahr 1947 wird in einer Volksabstimmung die Bremische Landesverfassung verabschiedet und verkündet.

Bundesrepublik Deutschland

Seit 1949 ist die Freie Hansestadt Bremen selbstständiges Land der Bundesrepublik Deutschland.

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