Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz - Prof. Dr. Eva Quante-Brandt

Halbzeitbilanz: Exzellente Wissenschaft für Bremen

Mit dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM und dem Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung AWI nehmen Bremen und Bremerhaven eine Spitzenstellung in der internationalen Meeresforschung ein. Außeruniversitäre Einrichtungen, wie die Leibniz-Institute, die Fraunhofer-Institute und die Institute der Max-Planck-Gesellschaft geben unserem Bundesland besondere innovative Kraft. Und die Exzellenzinitiative trägt zur Gleichstellung bei: 11 von 14 Professuren im Zukunftskonzept sind mit Frauen besetzt.

Zudem bereichert die Exzellenz die Lehre: Die Hälfte der neu berufenen Professuren kommt aus dem Ausland, in einem Jahr fanden mehr als 100 zusätzliche Lehrveranstaltungen statt. Mit der "U Bremen Alliance", in der sich die Universität und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, soll die internationale Sichtbarkeit erhöht und die Attraktivität des regionalen Innovationssystems und seiner Netzwerke gesteigert werden. Dieses Potenzial bietet die Chance, die Region zu einem führenden Standort in der Wissensgesellschaft weiterzuentwickeln und zu festigen. Bei der erneuten Bewerbung um den Exzellenz-Titel wird Bremen die Universität finanziell unterstützen.

Studieren in Bremen

  • Die Universität Bremen bietet eine Vielfalt an akademischen Ausbildungsmöglichkeiten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ebenso wie in den Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften. In der Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer ist die Uni bundesweit führend bei der Einführung der Inklusionsstudiengänge.
  • Die Hochschule Bremen bietet 65 Studiengänge in den Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften an, davon 12 duale Bachelor- und 8 weiterbildende Masterstudiengänge. Fachlich erweitert sich die Hochschule um einen Schwerpunkt Gesundheit und bietet bereits die Studiengänge Pflegemanagement und Angewandte Therapiewissenschaften an.
  • Die Hochschule Bremerhaven zeichnet sich durch ihr maritimes Profil aus. Die Bandbreite reicht von Meerestechnik bis Windenergietechnik. "Die Hochschule am Meer" kooperiert eng mit den Forschungsinstituten in Bremerhaven und steht der regionalen Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Maritime Logistik, Meeresumweltschutz und Meeresenergie, als Forschungspartnerin zur Verfügung.
  • Die Hochschule für Künste Bremen ist eine der wenigen Hochschulen in Deutschland mit der Kombination aus einem Studienangebot in Musik, Kunst und Design. Besonders bedeutend ist der Fachbereich Musik in der Alten Musik. Hier ist es gelungen, den profilierten Studiengang Kirchenmusik zu erhalten.
  • Die Jacobs University Bremen bringt Studierende aus der ganzen Welt nach Bremen und wirkt in die regionale Wirtschaft hinein, insbesondere in die Stadtteile in Bremen-Nord.
  • Die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft bildet Studierende in wichtigen Feldern wie Gesundheitsökonomie und Pflegemanagement aus.
  • Die Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik bietet zusammen mit Unternehmen die Studiengänge Logistik und Internationale Wirtschaft an.
Im Hörsaal: Hochschulen im Land Bremen sind für Studierende attraktiv.

Quelle: Alasdair Jardine

Gute Arbeit an den Hochschulen

Am 15. November 2016 hat die Senatorin für Wissenschaft den Rahmenkodex "Vertragssituationen und Rahmenbedingungen von Beschäftigungen an den staatlichen Bremischen Hochschulen" unterzeichnet. Darin sind die Anforderungen für die Einhaltung von verlässlicheren Arbeitsbedingungen sowie für grundsätzliche Mindestlaufzeiten von Verträgen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Verwaltungsbeschäftigte formuliert. 


Hochschulen öffnen sich für Geflüchtete

Viele geflüchtete Menschen haben in Bremen eine neue Heimat gefunden. Diejenigen, die studieren möchten, sollen eine Perspektive bekommen: Zum Sommersemester 2016 konnten sich die ersten 60 Geflüchteten im Rahmen eines Vorbereitungsstudiums einschreiben, weitere 150 Geflüchtete folgten zum Wintersemester 2016/2017. Das Konzept des Vorbereitungsstudiums in Verbindung mit einer Aufnahmeprüfung an den Bremischen Hochschulen ist wegweisend für die deutsche Hochschullandschaft. Der Senat hat gemeinsam mit den vier staatlichen Hochschulen im Land Bremen im April 2016 das Hochschul-Beratungsüro HERE im Haus der Wissenschaft eröffnet. Dort können sich Geflüchtete, die sich für ein Studium interessieren, umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. 


Neues Gebäude für die Biologie an der Universität

Auf dem Campus der Universität entsteht für 44,5 Millionen Euro der Neubau des Gebäudes Naturwissenschaften Biologie. Damit erhält die Universität einen Neubau, der die molekular- und meeresbiologische Forschung auf hohem Niveau halten und weiterentwickeln wird.

Bremen schafft bezahlbaren Wohnraum für Studierende

Das Studentenwerk wird ein Wohnheim mit 400 Pätzen an der Emmy-Noether-Straße auf dem Campusgelände der Universität errichten. Nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit im Bündnis für Wohnen ist es gelungen, eine Finanzierung von bezahlbarem Wohnraum für Studierende sicherzustellen. Von derzeit 1.994 öffentlich geförderten Wohnheimplätzen wird sich die Zahl um 400 Plätze auf 2.394 erhöhen. Das Wohnheimangebot für Studierende wird damit um rund 20 Prozent gesteigert.

Neubau des Fraunhofer-Instituts MEVIS

Für weitere 18 Millionen Euro entsteht ein Neubau des Instituts für bildgestützte Medizin MEVIS auf dem Campus der Universität. Damit wird der Innovationsstandort Bremen in Kooperation mit der Universität weiterentwickelt. Das MEVIS arbeitet erfolgreich im Wissenschaftsschwerpunkt Gesundheitswissenschaften. Es gehört weltweit zu den Schrittmachern auf dem Gebiet der bildbasierten medizinischen Diagnose und Therapie.

Neugestaltung des Deutschen Schiffahrtsmuseums

Bund und Land investieren in die Zukunft des Deutschen Schiffahrtsmuseums in Bremerhaven. Es zählt zu den acht renommierten Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft in Deutschland. Das Land Bremen beteiligt sich mit 42 Millionen Euro. Die erste Etappe der Realisierung der neuen Dauerausstellung stellte die Eröffnung der Kogge-Halle am 14. März 2017 dar. Sie beinhaltet die Fertigstellung der baulichen Sanierung der Kogge-Halle, die Einrichtung der Ausstellung und die Herrichtung und Reinigung der Bremer Kogge. Auf einer Fläche von rund 1000 qm dreht sich die Ausstellung um die Leitfrage "Wie entsteht ein Schiff?".

Neustart des beliebten Studiengangs Psychologie

Psychologie ist eines der am meisten nachgefragten Studienfächer, das durch leistungsstarke Studierende gekennzeichnet ist. Die beschlossene Neugründung des Instituts für Psychologie an der Universität Bremen ist verbunden mit den Wissenschaftsschwerpunkten Gesundheits- und Sozialwissenschaften.


Lehrkräfte für die Inklusion

Um den stetig wachsenden Bedarf an sonderpädagogisch publizierten Lehrkräften decken zu können, werden an der Universität Lehrkräfte, die schon im Beruf arbeiten, in Inklusion weitergebildet. Außerdem entwickelt die Universität den Studiengang Inklusive Pädagogik für Oberschulen und Gymnasien.

 

Gesundheit und Verbraucherschutz: Gesundheit Nord auf Sanierungskurs

Die Sanierung der Gesundheit Nord (GeNo) schreitet gut voran. Mit der Verabschiedung der Medizinstrategie im Dezember 2015 hat die GeNo einen klaren Plan für die Entwicklung der kommunalen Krankenhäuser vorgelegt. Der Senat steht zu seiner Unterstützung der Weiterentwicklung der kommunalen Kliniken.

Medizinstrategie schärft Profil der kommunalen Kliniken

Die medizinischen Leistungen der vier Kliniken der Gesundheit Nord werden neu geordnet. Die "Medizinstrategie 2020" beinhaltet insbesondere den Abbau von Doppelstrukturen an einem Standort. Das Ziel der Umstrukturierungen: Der Klinikbund wird in die Lage versetzt, effizienter, wirtschaftlicher und gleich zeitig in hochwertiger medizinischer Qualität zu arbeiten. Der Klinikverbund GeNo, zu dem die Standorte Mitte, Ost, Links der Weser und Nord gehören, ist mit mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Bremen. Um die vier Standorte zu erhalten, ist eine Konzentration von Leistungsangeboten unabdingbar. Die GeNo wird weiterhin ein attraktiver Gesundheitsdienstleister mit einem hochwertigen Versorgungsangebot bleiben. Dazu tragen die Fertigstellung sowie die Inbetriebnahme des Teilersatzneubaus (TEN) am Klinikum Bremen- Mitte, in erheblichem Maße bei. Der Senat wird den Neubau und dessen Fertigstellung finanziell absichern. 


Klinikum Bremen Mitte wird Kompetenzzentrum für Frühgeborene

Das Klinikum Mitte erhält jeweils eine Station für Risikoschwangere und für extrem frühgeborene Säuglinge. Die Neonatologie (sogenannte "Level 1"- und "Level 2"-Frühgeburten) soll bis 2019 im Eltern-Kind-Zentrum (ELKI), das derzeit gebaut wird, entstehen. Für die Versorgung der Risikoschwangeren wird der Teilersatzneubau aufgestockt. An diesem 23 Millionen Euro teuren Bauprojekt beteiligt Bremen sich mit 14 Millionen Euro. Mit der Aufstockung wird eine ganzheitliche Versorgung von werdenden Müttern und Frühgeborenen an einem Standort geschaffen. Die Konzentration schafft für Ärzte und Pflegekräfte einen attraktiven Arbeitsplatz mit guten Qualifizierungsmöglichkeiten. 


Psychiatriereform auf gutem Weg

Bei der Psychiatriereform geht es um einen grundlegenden Perspektivwechsel im Umgang mit Menschen in seelischen Krisen und mit Menschen, die psychisch erkrankt sind. Ziel ist, diesen Menschen eine bessere Versorgung zu bieten. Ein wichtiger Bestandteil der Reform sind die Modellprojekte: In Bremerhaven und Bremen wurden insgesamt 13 Modellprojekte begonnen, die niedrigschwellige Angebote für Menschen in Krisen bereithalten. Psychisch erkrankte Menschen bleiben in ihrem Umfeld und möglichst nur diejenigen, denen ambulant nicht geholfen werden kann, werden stationär behandelt. Zudem sollen Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung und deren Angehörige künftig stärker einbezogen werden, wenn es um therapeutische und psychiatrische Angebote geht. Das geschieht unter anderem durch einen stärkeren Einsatz von Genesungsbegleiterinnen und -begleitern. 


Qualität durch Weiterentwicklung der Ausbildung

Um die Qualität der Pflege auch künftig sicherzustellen, haben sich in Bremen 27 Akteure zur "Bremer Pflege- Initiative gegen den Fachkräftemangel" zusammengeschlossen. Der Dialog zwischen den Beteiligten sowie der Aufbau von modellhaften gemeinsamen Ausbildungen in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege in Bremen haben zu gemeinsamen Lösungen geführt. Um auch künftig genügend Menschen für den Beruf zu gewinnen und qualitativ hochwertig auszubilden, brauchen wir dringend eine reformierte Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsbild für Alten- Kranken- und Kinderkrankenpflege. Der Senat hat sich deshalb für die Umsetzung des Pflegeberufsreformgesetzes stark gemacht und im Februar 2017 eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht. Auf Initiative Bremens forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf, das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten zu lassen.


Prävention: Angebote in den Stadtteilen

Im Juli 2015 hat der Deutsche Bundestag das Präventionsgesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz werden Prävention und Gesundheitsförderung in den verschiedenen Lebenswelten der Menschen verstärkt. Besonders Kinder und Jugendliche sind dabei eine wichtige Zielgruppe. In der Schule sollen daher Gesundheitsfachkräfte etabliert werden, die die Gesundheitsversorgung der Kinder und Jugendlichen stärken. Über die Bremer Landesrahmenvereinbarung ist es gelungen, alle wichtigen regionalen Akteure an einen Tisch zu holen und somit die Kräfte zu bündeln. Gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern bringt der Senat Prävention und Gesundheitsförderung voran.

Der Neubau am Klinikum Bremen-Mitte.

Quelle: Peter Sondermann

Dialog Verbraucherschutz

Mit der Zusammenführung des wirtschaftlichen und gesundheitlichen Verbraucherschutzes zu Beginn dieser Legislaturperiode in einem Ressortbereich hat der Senat die Voraussetzungen geschaffen, die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher noch besser vertreten zu können. Unser oberstes Ziel ist es, die Menschen in ihrer Eigenverantwortung und Entscheidungsfindung zu stärken. Hierfür haben wir ein Informationsportal online geschaltet, mit dem wir laufend über aktuelle sowie grundlegende verbraucherpolitische Themen informieren. Darüber hinaus wurde der Dialog Verbraucherschutz aufgebaut, mit dem aktuelle verbraucherpolitische Themen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Verbraucherschutzorganisationen sowie Verbänden und Vereinen diskutiert werden. Zu den Themen "Öko-Soziale Geldanlage" sowie "Gesund im Schlaraffenland" wurden gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bremen zwei sehr erfolgreiche Dialoge durchgeführt, weitere sind noch in diesem Jahr geplant.

Spitzenforschung: Das autonome Unterwasserfahrzeug MARUM-SEAL.

Quelle: MARUM / Universität Bremen

Qualifizierte Leichenschau

Bremen wird als erstes Bundesland die qualifizierte Leichenschau einführen. Damit wird künftig bei allen Verstorbenen untersucht, ob eine natürliche Todesursache vorliegt. So erhalten Angehörige mehr Sicherheit über die Todesursache der Verstorbenen.

Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Contrescarpe 72
28195 Bremen 

Ansprechpartnerin: Christina Selzer
Tel.: +49 421 361 20 82 
christina.selzer@gesundheit.bremen.de
www.gesundheit.bremen.de

Das könnte Sie auch interessieren