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Halbzeitbilanz: Kultur bewegt die Stadt

Bremen besitzt eine vielfältige und attraktive Kulturszene. Das Bremer Theater und die Kunsthalle haben sich mit ihren anspruchsvollen Angeboten überregional ein hohes Renommee erworben. Auch das Übersee Museum und die Museen Böttcherstraße strahlen mit ihren besonderen Profilen weit aus. Dies gilt ebenso für die beiden Orchester, die traditionsreichen Bremer Philharmoniker und die weltweit gastierende Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Festivals wie das Musikfest, die jazzahead! und auch Tanz Bremen ergänzen das kulturelle Leben der Stadt. Daneben gibt es eine bundesweit beachtete Freie Szene, zu der neben der shakespeare company bremen großartige, eintrittsfreie Freiluftveranstaltungen wie die "Breminale" und "La Strada" gehören, die jeweils um die 150.000 Gäste in die Stadt locken.

Attraktive Kulturangebote sind ein wichtiger Standortfaktor

Eine attraktive Kulturlandschaft bedeutet Lebensqualität für Einheimische: 80 Prozent der Bremerinnen und Bremer sind laut einer aktuellen Umfrage mit dem bremischen Kulturangebot zufrieden. Bremens Kultur spielt sich nicht nur in der Innenstadt ab, in Bremen-Nord hat sich beispielsweise mit dem Bürgerhaus Vegesack, dem Kito und vielen weiteren Stätten eine vielfältige Szene entwickelt. Attraktive Kulturangebote sind zudem ein wichtiger Standortfaktor, weil sie Touristinnen und Touristen nach Bremen und Bremerhaven locken.

Quelle: Jörg Sarbach

Kulturelle Bildung für alle

Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche zeigt sich, dass die Kultur fähig ist, Diskussionen anzuregen, Brücken zu bauen und vermeintliche Gegensätze zu überwinden. Hier kommt dem Bereich der kulturellen Bildung mit seinen Einrichtungen wie der Musikschule, der Stadtbibliothek und der Volkshochschule eine besondere Bedeutung zu. Mit zeitgemäßen Konzepten reagieren sie auf die Bedürfnisse einer sich wandelnden Gesellschaft. Die Stadtbibliothek, die jährlich fast zwei Millionen Besuche verzeichnet, hat sich wie auch die Volkshochschule in den vergangenen Monaten bei der Sprachvermittlung und Integration enorm engagiert. Wohnortnah arbeiten die Bürgerhäuser, die kulturellen Zentren und die Akteure der Freien Szene ebenfalls erfolgreich in diesem Bereich. Viele innovative Ansätze zur gesellschaftlichen Integration steuert die Freie Szene bei.
 

Verlässliche Förderung ermöglicht Kreativität

Der Senat will den Kulturschaffenden auch unter den schwierigen Bedingungen der Haushaltssanierung einen verlässlichen Rahmen für ihre künstlerische Arbeit bieten. Für die finnanzielle Förderung wurden in Zusammenarbeit mit den Kulturakteuren vier Förderformate entwickelt. Oberste Leitlinie ist dabei der Schutz des Eigenwerts von Kultur:

  • Vermittlung kultureller Bildung
  • Förderung von Projekten, die überregionale Strahlkraft besitzen und somit auch standortfördernde Wirkung haben
  • Kulturelle Aktivitäten als Impulsgeber für gesellschaftliche Innovationen
  • Spartenübergreifende Netzwerke aufbauen.

Quelle: Sternkultur UG

Solidarpakt Kultur hilft der Freien Szene

Nur eine verlässliche Förderung ermöglicht es den Einrichtungen und Initiativen, Programme anzubieten, die diesen Anforderungen genügen. Mit einigen Häusern wurden auf freiwilliger Basis fünfjährige Kontrakte abgeschlossen, weitere sind in Vorbereitung. Öffentlich-private Partnerschaften erweitern die finanziellen Spielräume. Für institutionell nicht gebundene Freie Akteurinnen und Akteure wurde eigens der Solidarpakt Kultur entwickelt, der ihnen zusätzliche Projektmittel verschafft und überregional Anerkennung erfahren hat. Dieses differenzierte Fördersystem hat sich in den unterschiedlichen Feldern bewährt. Trotzdem bleibt die Stärkung der Freien Szene, insbesondere die Anhebung der Honorare für die Kulturschaffenden, eine Herausforderung, die unter den Bedingungen der Sanierung schrittweise bewältigt werden muss. Dafür müssen entwicklungsfähige Strukturen geschaffen werden.

Erfolgreiche Sanierung des Rathausdaches

Bremens Altes Rathaus hat 2016 ein neues Kupferdach bekommen. Die Sanierung des UNESCO-Welterbes kostete etwa 1,1 Millionen Euro, dafär wurden beim Bund erfolgreich 700.000 Euro aus dem Denkmalpflegeprogramm "National wertvolle Kulturdenkmäler" eingeworben. Unter Beteiligung des Landeskonservators konnten die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden, der Kostenrahmen wurde eingehalten. Nun ist der zwischen 1405 und 1409 errichtete Bau für viele Jahrzehnte wieder vor Regenwasser geschützt.

Quelle: Senatskanzlei

Der Senator für Kultur

Altenwall 15/16
28195 Bremen 

Ansprechpartnerin: Alexandra Albrecht
Tel.: +49 421 361 161 73 
alexandra.albrecht@kultur.bremen.de
www.kultur.bremen.de

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